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Suzuki Motoshop Zachmann

Saarbrücken Messe

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Hallo Leute,

das Jahr ist noch jung und trotzdem kann ich von einem 'Comeback' berichten – aber nicht vom Michael Schumacher seinem sondern von meinem eigenen...

Wie der eine oder andere mitbekommen hat musste ich von Anfang Januar nach einem unerfreulichen Zwischenfall längere Zeit pausieren...

Um zu spüren, ob es für Saarbrücken (im Rahmen der Messe Intermoto) gehen würde (...das fahren...) bin ich die Woche zuvor bei dem
J-R-T Offroadtraining nach über 9 Wochen Zwangspause ein wenig rumgerollt, die beiden anderen Trainings (im Wochenabstand) zuvor habe ich als Fahrerberater und zeitweise in der Streckensicherung mit unterstützt.

In Saarbrücken erwartete uns freundliche Helfer, aber auch mitunter recht frische (fast winterliche) Brise...

In den freien Trainings probierte ich verschiedene Reifen, im Samstagnachmittag hatte ich sogar die drittschnellste Zeit (hinter Markus Volz und Harald Ott), im entscheidenden Zeittraining abends konnte ich nicht, wie gewohnt, mehrere Versuche machen, bin einfach noch nicht richtig in Form und aufgrund der obenstehenden Situation und der starken Konkurrenz war mir klar, dass hier für mich nicht ums Podium geht (habe bei den Big-Boys aus der S1/S2 + C1/C2 genannt), aber jeder Kilometer auf der Maschine hilft zurück zukommen...

Das Zeittraining konnte ich mit meiner anfänglichen Zeit auf Rang 5 abschliessen, = zweite Reihe aussen stehen... (Kleine Randbemerkung: Volz und Ott waren vorne, von Platz 3 – 6 lag aber alles innerhalb 6/10 Sekunde dicht beieinander...

Am Sonntag hatten wir mittags und früh abends einen Rennlauf, morgens Wurm-Up und Freitraining.

Beim ersten Lauf bin ich gut gestartet, aber von aussen war es schwer einzufädeln. Mit ein klein wenig Fortune konnte ich mich auf Rang 5 behaupten, noch innerhalb der ersten Runde nutzte ich die exzellente Traktion von meinem Zachmann Fahrwerk in Verbindung mit dem bärenstarken Serienmotor meiner Einspritzer- Suzuki RM-Z 450 und konnte mich auf Rang 4 verbessern, vor mir sah ich den wirklich spannenden Fight zwischen Markus Volz und Harald Ott und damit nicht genug: Andre Plogmann (amtierender Deutscher Meister der Kategorie C1-450ccm) vom nahegelegenen DSR-Suzuki Team hielt Anschluss, ich hatte quasi den besten Logenplatz und das Vergnügen die Verfolger anzuführen...

Während sich die ersten beiden balgten und sich mehrfach die Führung abgejagt hatten, war es bei mir ein ruhigers Rennen: auf Platz 4 hatte ich mehr erreicht, wie in dieser Liga erwartet und ganz wichtig: durch die kniffelige und teilweise wenig griffige Strecke wurde viel geslidet, (ich denke ein paar Tage nach dem Rennen gibt es Bilder davon) – und das gefällt den Zuschauer einfach total gut – wir wurden mit frenetischem Beifall belohnt!!! Apropos Zuschauer: über 50.000 kamen an den beiden Tagen auf die Saarmesse, man spürt hier förmlich, dass in Saarbrücken die Wiege des deutschen Supermoto Sports ist! Die Fans hier sind fachkundig, interessiert, begeisterungsfähig und auch sehr höflich (die meisten bedankten sich sehr höflich- ob für Autogrammkarte oder ein paar Infos...).

Am zweiten Lauf konnte ich wieder gut starten und fand den Platz, den ich benötigte und reihte mich auf Position 3 ein, WOW, meine (Killer-)Instinkte kommen wieder, ich konnte sogar kurz an den Haudegen dran bleiben, wollte mir aber auch nicht zuviel zumuten, nachdem ich im Offroad einmal die Spur nicht optimal getroffen hatte, tauchte neben mir Andre Plogmann auf und ich musste nachgeben, ich muss zugeben, er war jetzt etwas schneller und verdient den dritten Platz!

Dieses mal war mein Rennen nicht ganz so ruhig zu Ende gegangen: am ersten Sprung hatte ich ein kleinen Fehler drin, ich konnte die Landung stehen, verlor aber danach die Kontrolle und musste aus dem Sattel, dank der hervorragenden Strecken(ab)sicherung war aber genug Platz und auch ausreichend Strohballen da und so ist nichts passiert...

Ich bin aufgestanden, zu dem Bike gesprintet, Sicherheitscheck durchgeführt, Streckenposten davon überzeugt, dass ich OK bin und weitergefahren, allerdings ist bei einer solchen Leistungsdichte mit 45 - 50 Sekunden Zeitverlust nichtmehr viel drin, ausserdem hat mich gestört, dass mein Lenker schräg stand, der hochwertige Maguralenker selber ist nicht kaputtgegangen, aber die Schrauben und Aufnahmen waren verbogen, naja, ein paar Konkurrenten konnte ich auch noch zurück überholen und so beendete ich den Lauf irgendwo um Platz 10...

Beim rausfahren wurde ich mit La-Ola-Wellen und zigfachem abklatschen für meinen Kampfgeist belohnt – dass war ein schöner Lohn...
Saarbrücken wir kommen wieder!

Noch eine kleine Anekdote die uns ein Fan zugetragen hat (möchte ich in den nächsten 3 Jahren mal nachprüfen ob das wirklich so ist...):

... In Saarbrücken darf nur ein Saarländer gewinnen – falls kein Saarländer gewinnt darf nur Harald Ott gewinnen – der hat sich das Recht erfahren den der ist von Anfang an (1994!!!) mit dabei und hat von diesem Sonderrecht schon einige mal Gebrauch gemacht...

Wie gesagt, ich weiss nicht ob dass Ernst gemeint war und 1994 war ich noch lange nicht auf der Welt – aber austesten möchte ich es schon noch...

Es grüßt euch Marc-Reiner Schmidt
(der, der in Saarbrücken 2010 mit der #1 gefahren ist)

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