Junior-Racing-Team

Suzuki Motoshop Zachmann

RB-2010-CH-SAM-Baeretswil

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Rennbericht-2010-CH-SAM-V4-Bäretswil

Hallo Leute,

dieses mal habe ich wieder einen Rennbericht von der S-A-M-Veranstaltung – nachdem ich in Eschenbach die Läufe nicht gefahren bin (werde vermutlich sowieso nicht alle fahren können).

Ich war zuletzt 2007 mit der 85'er Zachmann-Suzuki dort am Start – und jetzt (2010) dann schon bei der Prestige!
Also zum ersten mal mit der 450'er und auch zum ersten mal mit der Viertakter überhaupt...

Die Strecke wurde in einem gemischten Wohn- und Gewerbegebiet angelegt und war mit einigen engen Kehren, das Offroad war teilweise gekiest, teilweise Erdreich, immer mit einer äusseren Anliegerspur und einer engen Möglichkeit (Innenspur) – gut für Überholmanöver war mein erster Gedanke!

Die Freitrainings nützte ich gemäss meiner eigenen Trainingsmethode – ohne auf die Zeiten zu schauen!

Kurz vor dem Zeittraining kam dann schonmal der erste kleine Regen, aber bis wir dran waren war von dem Regen nicht mehr viel zu sehen: Trocken!

Ich ging gleich mal ein wenig ernsthaft zur Sache und konnte schon zu Anfang die zweitschnellste Zeit erreichen, während ich in der Box war wurde ich auf Rang 4 zurückgereicht, meine nächste schnelle Runde brachte mir wieder Rang 3, am ende machte ich nochmals eine – in der ich mich trotz kleiner Fehler zeitlich verbesserte aber auf Rang 3 blieb und damit in der ersten Reihe.

Fazit: Zeittraining gut aber noch nicht perfekt gelaufen!

Ergebniss Zeittraining Prestige Bäretswil /ZH am Samstag 17. Juli 2010:

Platz

Nr. / #

Name, Vorname

Team / Bike

Zeit

1

1

DUPASQUIER, Philippe

DP-KTM

1:08.063

2

65

MÜLLER, Dani

Yamaha- Schweiz

1:08.691

3

5

SCHMIDT, Marc-Reiner

Zachmann-Suzuki

1:09.129

4

45

TELLENBACH, Fabian

MCS-KTM

1:09.314

5

96

DÖRIG, Marcel

Honda Team Ap-z

1:10.249

Damit war ich 'nicht nur dritter' in der Prestige sondern auch Drittschnellster Fahrer des Samstag von allen (verglichen auch mit den anderen Gruppen) – da darf mann ein wenig stolz sein...

Ab dem späten Nachmittag hat es geregnet, nachts teilweise gewaltig...

Kein Wunder hatten manche Mühe im Wurm-Up überhaupt vernünftig durchzukommen – oder liessen es einfach aus...
Nach den Warm-Up's aller Gruppen wurde Offroad überarbeitet und gerichtet, ich hätte es aber rutschig und kniffelig gemocht...

Rennlauf 1: inzwischen war es weitestgehend abgetrocknet aber der 'Schmutz' hatte sich ziemlich über den Asphalt gezogen, Startplatz 1-3 standen im verschmutzten Teil der Fahrbahn, lediglich Fabian Tellenbach auf P4 stand auf einigermassen sauberen Spur – und so konnte er den Start gewinnen vor Dupasquier und Müller, auf Pos. 4 reihte sich Randy Götzl ein – ich bin aufgrund des Weehlspin (durchdrehendem Hinterrad) auf P5 zurückgefallen, konnte mich schnell wieder um einen Platz verbessern – mein Blick nach vorne bestätigte mir, dass noch alles möglich ist: #45 Fabian Tellenbach führte noch und ich wollte die Lücke schnell schliessen...

Dabei habe ich gepusht und wollte vor allem im Offroad verkürzen, am Absprung am ersten (und grössten) Table war ich grenzwertig schnell und drückte die 'gelbe Rakete' in einen 'Bubba-Scrub' – also am Absprung schon flach... dabei bin ich zu heftig zur Sache gegangen und der Fussrasten und Rahmen haben an der (Absprung-)Kante aufgesetzt, durch den dadurch eingeleitenden Schlag habe ich die Flugbahn nicht mehr vollständig kontrollieren können – zwar bin ich noch auf den Rädern gelandet und mein Fahrwerk konnte noch einiges wegschlucken aber ich musste (laut Freunden: spektakulär) aus dem Sattel! Durch die Bodenprobe bin ich auf Platz 12 zurückgefallen (Natürlich hat sich mein Magura-Lenker von einem solchen Crash nicht beeindrucken lassen – und dass die Einspritzer Suzuki sofort wieder startet ist eh klar) – wenn es möglich gewesen wäre, hätte ich mich selbst in den Allerwertesten getreten - da es aber nicht geht habe ich mich lieber auf die Aufholjagd konzentriert und innerhalb der nächsten Runden konnte ich 6 Gegner überholen und damit auch Rang 6 belegen, dabei bin ich wieder die Drittschnellste Runde gefahren (trotz permanentem Verkehr und Zweikämpfen) – hätte ich zu Anfang 'lässiger' angehen lassen wäre...

Aber 'wenn und aber' bringt nichts! Jedenfalls habe ich gezeigt, dass ich auch in einer hohen Kategorie überholen kann, die Fans haben es mir gedankt – ich durfte in der Mittagspause einige Autogramme schreiben und mir für meine Manöver gab es 'Lob'. Danke dafür!

In der Mittagspause hatte ich dann noch eine Besprechung mit der Teamleitung und mir wurde gesagt ich solle mich auf meine Stärken konzentrieren solle und (noch) nicht unbedingt gewinne müsse – aber sehr wohl ankommen soll...
Ankommen ist schön, gewinnen aber schöner! Aber natürlich habe ich die Botschaft verstanden...

Rennlauf 2: Nachdem die beiden mehrfachen Meister bei der Rennleitung interveniert haben um für reguläre Bedingungen zu sorgen, wäre es notwendig den Startbereich zu säubern /kehren...

Und tatsächlich war dieses mal möglich, normal abzufahren – und ich konnte die gewaltige Power meines Zachmann-Suzuki Triebwerk nützen – beinahe hätte ich die 'Grossmeister' aus beschleunigt (ich meine 'Altmeister' sollte man(n) nicht sagen, wenn man(n) sieht, wie schnell die sind...)!
Ich habe mich auf Rang 3 eingereiht und konnte sogar zu Anfang den Anschluss halten, um ein sicheres ankommen zu gewährleisten, lies ich etwas locker den nach hinten hatte ich schon abgesichert...

Zieleinlauf: Philippe Dupasquier, Dani Müller, Marc-Reiner Schmidt, Fabian Tellenbach.

Rennlauf 3: Wieder konnte ich dank Power und Traktion made by Zachmann exzellent starten und reihte mich hinter #1 Philippe Dupasquier ein – ich lies aber ein klein wenig die Tür auf und #65 Dani Müller schlüpfte durch – bei den Profis bleibt eben kein Zentimeter der Strecke ungenützt! Diesmal wollte ich länger dran bleiben und mal antesten, ob ich Druck ausüben kann...
Und ich konnte – als #65 Dani Müller am Kurvenausgang einen leichten Rutscher hatte konnte ich auf gleiche Höhe kommen – aber im nächsten Eck war er auf der besseren Seite und kam wieder vor... Im weiteren Rennverlauf kam ich noch ein paar mal nebenhin aber nicht durch – wir boten spannenden Motorsport aber letztendlich konnte ich den Sieger des ersten Laufes (noch) nicht bezwingen und lies erst in den letzten drei Runden locker und akzeptierte den dritten Platz.

Zieleinlauf: 1.) #1 P. Dupasquier, 2.) #65 D. Müller, 3.) #5 M.-R. Schmidt.

In der Tageswertung konnte ich 'nur' Rang 4 erreichen (aufgrund des Missgeschicks von Lauf 1, ein Punkt hinter Fabian Tellenbach) aber in Punkto Speed und Zweikampf kann ich schon auf Rang 3 fahren – ich komme der Spitze näher!

Nach dem 'dritten' war aber mein Racingtag noch nicht vorbei: Aufgrund des leidenschaftlichen Appels des Organisationsteams stimmte ich einer Teilnahme am SAM Swiss-Supermoto-Master-Finale zu:

Allerdings hatte ich bei der Startplatz - Auslosung kein 'Losglück' und zog Platz 28 von 32 – letzte Reihe ganz innen – nun wirklich nicht optimal aber zugesagt ist zugesagt!

Am Start war nicht an Beschleunigen zu denken das Feld (vor mir) kam kaum in Fahrt und wenn ich mit Maximum Power beschleunigt hätte - hätte ich eine Schneise schlagen müssen...

Ich bin 'verkehrsbedingt' durch die ersten Kurven soooohhh langsam gerollt und als ich gesehen habe, wie die Bike's arbeiten war mir klar, hier muss ICH vorsichtig sein – aber gleichzeitig fragte ich mich warum gehen die anderen Fahrer nicht beim Motoshop-Zachmann vorbei und holen sich dort eine Rennfertige und vor allem funktionierende Suzuki ab, wo funktioniert und schnell fahren einfach macht??? Auf den verschiedesten Linien bin ich dank meines handlichen und traktionsstarken Fahrwerkes an den Gegnern vorbeigefahren, auf dem Asphaltteil konnte ich dank meiner Fischer-Hydraulik-Stahlflex-Bremsleitungen die Bremse sehr effektiv einsetzen und perfekt dosieren um sicher zu überholen.

Bei meinem Vorwärtsdrang bin ich auch an Phillippe Dupsaquier vorbeigekommen – er hatte beim Bremsen eine Berührung und ist fast zum Stillstand gekommen – da brauchte ich keine extra Einladung...

Nach nur 7 Runden wurde schon abgewunken (ich hätte noch gekonnt und gewollt) – da war ich bis auf Rang 3 vorgekommen (weniger als 4 sec. hinter dem Sieger (#45 Fabian Tellenbach), weniger als 2 sec. hinter dem zweiten (#71 Reto Willimann) und ca. 1,8 sec. vor dem Viertplatzierten (#1 Philippe Dupasquier)!

Bei diesem Crazy-Race bin ich trotz der vielen Überholvorgänge die zweitschnellste Zeit aller angekommenen gefahren...

Hat Spass gemacht und war Lehrreich (vor allem wo ich gesehen hatte wie gut und fast schon unauffällig mein Renntöff funktioniert und mit was für 'Kisten' teilweise in den anderen Klassen gefahren wird – mich würde interessieren wie die Jungs unterwegs wären wenn Sie auf was 'gescheitem' sitzen)...

 Das nächste Wochenende ist Rennfrei (zumindestens kein Supermoto...) schaut doch in den Eventkalender und schaut bei meinen Sponsoren und Partnern rein...

Es grüsst euch der (fast) immer am überholende POWERSLIDER
Marc-Reiner Schmidt

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