Junior-Racing-Team

Suzuki Motoshop Zachmann

CH - FMS - HochYbrig

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Hallo Racingbegeisterte und Fans,

hier in diesem Rennbericht erfahrt IHR, wie es mir auf der dritten Veranstaltung zur Schweizer Meisterschaft 2009 im Supermoto ergangen ist und natürlich immer noch ein paar zusätzliche Informationen...

Ausgetragen wurde das Rennen auf dem Parkplatz 'Weglosen' an der Bergseilbahn Hoch-Ybrig, die Strecke war mir bekannt aus den Vorjahren – ja und ich muss gleich sagen, ich mag diesen Track ('Rennstrecke') – vor allem die Bergschlaufe im Offroad, da kann mann schon sagen, dass sich die Spreu vom Weizen trennen lässt... (schaut doch einfach mal in meinen 2008'er Rennbericht).

Die äusseren Umstände:
Bereits in der Nacht von Freitag auf Samstag hat es teilweise heftig geregnet, nun man muss es nehmen, wie es kommt: am Samstag war wenigstens das Wetter konstant: konstant kalt und nass!

Im ersten Freitraining war ich nur ein wenig umher gerollt, um mir die markanten Stellen einzuprägen und ein paar kleine Versuche standen an -eigentlich vollkommen unwichtig aber wenn schon darüber geredet wird schreib ich es hier auch noch hin: ich hatte nur Platz 18 – aber wieso wird darüber spekuliert – es ist ein Freitraining, und ich weiss schon, was ich mache!!!

Im zweiten Freitraining arbeitete ich an der Regenabstimmung - aber ich hatte noch keine Veranlassung gesehen, richtig Feuer zu geben (deshalb auch nur Platz 11 mit knapp 3 sec. Rückstand) aber ich habe wertvolle Erkenntnisse gewonnen!

Im Zeittraining (nachmittags, immer noch verregnet) war dann Regensliden angesagt, jetzt würde es sich lohnen, Gas zu geben: Auf meiner ersten schnellen Runde lief es perfekt bis zur letzten Kurve – dort ist auch die Boxenausfahrt - und ein junger Mann 'übersah' mich – da er aber sofort nach dem Qualifikationstraining bei mir entschuldigt hat – verzichte ich darauf mehr zu schreiben, jedenfalls musste ich fast bis zum Stillstand abbremsen und damit war die Runde wenige Meter vor dem Ziel futsch. Beim nächsten Angriff hatte ich wieder einen guten Rhythmus habe mir aber selber ein Bein gestellt: ich hatte einmal einen heftigen Rutscher beim Beschleunigen und bin zu quer gekommen, das hat ziemlich Zeit gekostet aber trotzdem hatte ich 'nur' 0,65 sec. Rückstand aber das Zeittraining war vorbei und ich hatte mit 0,65 sec. Rückstand nur Platz 7 'erobert'. Einerseits war ich verärgert, anderseits wusste ich, dass ich mehr kann, aber jetzt musste ich mich erstmals mit dem Platz in der 'zweiten Reihe' anfreunden.

Hier noch für Nicht-Insider: erste Reihe 4 Plätze (1 - 4), zweite Reihe 3 Plätze: Startplatz 5, 6 und 7. Naja – wird schon gehen.

Der vollständikeithalber hier die ersten Reihen:

Rang /Startnr. / Zeit / Fam. Name und Vorname / Bike
1.)  #40  1'00.233  EGGER, Marius        / Kawasaki
2.)  #11  1'00.346   UEBIGAU, Keny      / KTM
3.)  #20  1'00.422   FREIDINGER, Steve    / KTM
4.)  #90  1'00.640   NEGRI, Alessio        / Suzuki

Reihe zwei:
5.)  #34  1'00.810   GOSSO, Simon        / Yamaha
6.)  #79  1'00.858   PETER, Roman        / Yamaha
7.)  #4   1'00.883   SCHMIDT, Marc-Reiner / Suzuki

Reihe drei:
8.)  #7   1'01.105   BAUMGARTNER, Marcel / KTM
9.)  #66  1'01.207   KUNZ, Michael          / Husqvarna
10.) #5   1'01.422   MEIER, Julian           / KTM
11.) #19  1'01.729   CHESAUX, Franck       / Yamaha

Sonntags morgen dann: Wurm-Up und siehe da: schönes Wetter um 08.48 Uhr! Hatten etwa die Kids die nur Sonntags dran sind Ihre Teller leer gegessen – und das Wetter wurde deswegen schön? Wir werden es nie erfahren!

Der Geländeteil war noch ordentlich aufgeweicht aber sonst war es weitestgehend abgetrocknet, ich kam gut mit den Mischbedingungen zurecht und fuhr die drittschnellste Zeit (allerdings auch vollkommen bedeutungslos).

Für den Start zum ersten Lauf hatte ich mir im Vorfeld mehrere Szenerien ausgedacht – um gerüstet zu sein, aber das allerwichtigste ist es einfach 'sitzen zu bleiben' (nicht in der Schule – sondern auf dem Motorrad!) - so war ich dann erstmal etwas zurückhaltend, ich habe sogar im Offroad nochmals nachgegeben – obwohl ich schneller gekonnt hätte, so befand ich dann erstmal nur ca. auf Rang 12! Nach dem Offroad griff ich an und nahm mir einen nach dem anderen vor! Ende Runde 1 war ich schon neunter, nach Umlauf 2 dann siebter, dann gab es eine Lücke zu schliessen... Ich sah den Abflug von Michi Kunz (#66) der über die Absperung geflogen ist! Allerdings konnte der 20 jährige aus Hombrechtikon das Rennen wieder aufnehmen und sogar noch ein paar Punkte einsammeln!

Zu den ganzen Überholmanöver wird mein Onkel Egon eine Foto Reportage machen...

An Runde 7 befand ich mich bereits auf Position 3 und auf Podiumskurs! Vor mir lagen der 17 jährige Thurgauer Keny Uebigau (#11)– der an seiner KTM auf Fahrwerkstechnik aus dem Hause Zachmann vertraut- und hier wirklich stark fährt und #40 Marius 'Märy' Egger!

Keny konnte ich im Offroad passieren, Mary kurz darauf auf dem Asphalt mit einer geschickten Linienwahl ausbeschleunigen. So hatte ich ab der neunten Runde die Führung, auch diesmal wurde hinter mir weiter gefightet: Keny überholte Marius und sah seine Chance in dem er sich ein paar Meter von ihm absetzten konnte – hätte auch fast geklappt aber in der vorletzten Runde ist an der #11 KTM (Keny) das Vorderrad beim Bremsen weggerutscht und so konnte dann auch noch #34 Simon Gosso (Platz 3) und #7 Marcel Baumgartner (Platz 4) durch schlupfen, immerhin noch Rang 5 für Keny, wenn gleich mehr drin gewesen wäre...

Für mich war es am Schluss ein einsames Rennen, denn ich hatte mir rund 4 sec. Vorsprung gesichert, ausserdem mit 00'59.512 als Einzigster eine Runde unter eine Minute gefahren, meine schnellste (Runde) war fast eine sec. besser als die schnellste Runden meiner Konkurrenten – das spricht für unser Paket und die geleistete Arbeit!

Hier die offizielle Wertung:

Pos.

Nr.

Fam. Name, Vorname

Team und Motorrad

1

4

SCHMIDT, Marc-Reiner

 Zachmann - Suzuki

2

40

EGGER, Marius

Zweiradsport – Elgg Kawasaki

3

34

GOSSO, Simon

Team Gosso Yamaha

4

7

BAUMGARTNER, Marcel

 DP Team   KTM

5

11

UEBIGAU, Keny

            KTM

6

5

MEIER, Julian

Moto- Mader KTM

7

20

FREIDINGER, Steve

            KTM

8

66

KUNZ, Michael

 SBK-       Huaqvarna

9

217

ZWISLER, Sven

            Kawasaki

10

90

NEGRI, Alessio

            Suzuki

Für die vollst. Wertung, Rennzeit, beste Runde, Lapchart, usw. <hier> klicken!

So, Teil eins geschafft, aber jetzt waren meine Kollegen gewarnt, ich gebe NICHT auf, wenn ich von etwas weiter hinten starten muss oder in der ersten Runde zurückfalle – im Gegenteil!!!
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Schaut euch den Video von Lauf 1 an, !

In der Pause kam ein uns aus früheren Jahren bekannter Freund vorbei: Paul Staub, er war so begeistert von meiner Aufholjagd, dass er uns anbot Sponsor für den zweiten Lauf zu werden und direkt einen Betrag in bar auf den Tisch gelegt hat! Ohne jegliche Verpflichtungen oder sonst was – einfach nur aus Freude am zusehen! Die Aufkleber waren schnell angebracht und ich muss sagen es hat mich schon etwas Stolz gemacht die Leute so zu begeistern! Darum danke Paul, Danke Fa. Staub, Malerarbeiten und Gerüstungen in Ganterschwil!

Für den zweiten Lauf hatte ich mir vorgenommen aufs Podium zu kommen, aber was mann sich so vornimmt oder wünscht und wie es dann so kommt... (es ist hier ein Wettkampf und kein Wunschkonzert!)

Der Start (zum zweiten Lauf) war nicht schlecht von mir, aber schon in der ersten Ecke gab es einen kleinen Stau, dieses mal konnte ich mich daran vorbeischieben... - und war auf der ersten Bergaufgeraden schon an Position 7 und bis zum ende der ersten Runde Position 5!

In Runde 2 überholte ich #79 Roman PETER, #11 Keny UEBIGAU, und #34 Simon GOSSO und war schon zweiter!

 Vor mir der 'Riese' #40 Marius EGGER und der erwies sich als harter (aber fairer) Fighter, mehrmals musste ich angreifen um endlich durchzukommen, aber diese Art wenn um die Spitzenposition gekämpft wird – das lieben die Fans und wir bekamen schon während des Rennen energisch Beifall, Danke dafür!

In Runde 6 war es dann soweit – ich ging durch und war Leader! Bis jetzt war mein ganzes Rennen durch Positionskämpfe geprägt, nachdem ich etwas Abstand hatte, musste ich wieder auf schnell-fahr-Modus umschalten und hab mir mit den absolut besten Rundenzeit nicht nur einen neuen Rundenrekord sondern auch noch gut 14 sec. Vorsprung gesichert (Best Time: 00'56.654)! Kleiner Hinweis: ich war der Einzigste mit 56'er Zeiten, nur 4 Fahrer konnten 57'er Zeiten erreichen.

Hinter mir gab es noch das eine oder andere Duell (#34 Simon Gosso ging an #40 vorbei, der wiederum aber konterte) auch #5 Julian MEIER fuhr stark und holte die beiden Kollegen bis auf ca. 2,5 sec. ein, verfolgt von #11 Keny UEBIGAU.

Hier die (Top Ten) Wertung:

Pos.

Nr.

Fam.-Name, Vorname

Team und Bike

1

4

SCHMIDT, Marc-Reiner

Zachmann - Suzuki

2

40

EGGER, Marius

Zweiradsport-Elgg Kawasaki

3

34

GOSSO, Simon

Team Gosso Yamaha

4

5

MEIER, Julian

Moto Mader KTM

5

11

UEBIGAU, Keny

           KTM

6

79

PETER, Roman

Team Brun Yamaha

7

7

BAUMGARTNER, Marcel

DP-Team   KTM

8

24

STOCKER, Philip

Team Gloggner Yamaha

9

8

GLOGGNER, Mario

Team Gloggner Yamaha

10

66

KUNZ, Michael

SBK - Husqvarna

Falls Ihr die komplette Wertung inklusive Rennzeit, Rundenbestmarke, Lapchart, usw. sehen wollt <hier> klicken!

Für mich bedeutete das 'sechs richtige' denn ich hatte es geschafft alle bisherigen Schweizer Meisterschaftsläufe in meiner Kategorie zu gewinnen und somit auch das Punkte-Maximum von 150 Punkten auf meinem Konto!

Bei der Siegerehrung gab es dann nochmals eine Überraschung für mich: Mein Schweizer Club, der MRSV - Frauenfeld hat allen Nachwuchs-Fahrern die aufs Podium geschafft haben ein zusätzliches Preisgeld in Höhe von 50 SFr. bezahlt! Danke! Yves Osterwalder war vor Ort und konnte meine Anerkennung für die Nachwuchsbemühungen per Handschlag kundtun.
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Beim Gang aufs Podium habe ich mich auch bei dem 21 jährigen Marius 'Märy' Egger aus Liebensberg kommenden Geomatiker für die Zweikämpfe – mit denen wir das Publikum begeistert hatten- bedankt, er macht keine Geschenke (muss er nicht) aber wer eine Lücke findet wird nicht unsportlich attackiert – so muss Rennsport sein!

Auch vom zweiten Lauf gibt es ein Video,

Ich hoffe Ihr hattet Spass beim Lesen und beim Videoschauen, schaut euch auch die Bildergalerien an!

Fazit:
Ich kann Rennen auch gewinnen wenn ich nicht aus der ersten Runde als führender zurückkomme, ich glaube, das habe ich bewiesen...

Sonst noch:
Wie eigentlich immer möchte ich euch ein paar Informationen zugänglich machen an die Ihr sonst vielleicht gar nicht kommt: Heute behandle ich mal das Thema Bremsen!

Vergesst als erstes die dummen Sprüche wie 'wer bremst verliert' usw. Wer seine Maschine so schnell wie möglich beschleunigen will und so lange wie möglich mit Maximalgeschwindigkeit fahren will, der ist auch darauf angewiesen dass er 'angemessen' verzögern kann – jetzt fragt Ihr euch warum angemessen und nicht maximal? Hier die Erklärung: je nach Streckenbeschaffenheit und da spielen mehrere Faktoren eine Rolle (Temperatur, Beschaffenheit des Asphalt, Zustand der obersten Schicht (Rauheit bzw. die Körnung), Verschmutzungsgrad, aber auch Geschwindigkeit, denn dadurch ergibt sich eine eigene Rotationskraft des Rades, Aufstandsfläche (– Reifen abhängig), Anpresskraft auf den Boden (Gewichts- bzw. Balanceabhängig, usw. usw.) dementsprechend brauche ich in dem Bereich in dem das Rad zum Blockieren kommen kann, eine äusserst fein dosierbare Bremse, um mich an den Grenzbereich hintasten zu können! Wir haben dafür eine Lösung erarbeitet die je nach den oben genannten Werten zum einen unterschiedliche Bremsbeläge, aber auch unterschiedliche bearbeitete Bremsscheiben in Hinblick auf Oberflächenbeschaffenheit vorsieht – so sind wir in Hoch-Ybrig nicht mit der max. möglichen Bremsperformance gefahren um ihm Grenzbereich ein spürbares 'Fenster' zu haben... Nicht schlecht oder?

Und wer hat uns dabei geholfen: Unser Freund Hanspeter Genal (vom Motorrad Genal in Tetnang) der mich seit Anfang meiner Rennfahrerei (Year 2002) unterstützt und hilft wo er kann!

Zur Geschichte: HP Genal war im Jahr 1996 (da war ich gerade geschlüpft) verantwortlich für die Technik in dem Rubatto Thunderbike-WM-Team (daraus wurde dann die Supersport-WM) und mit Fahrer Udo Marc gewann man gleich im ersten Jahr die WM! Da z. B. in dieser Serie zur Kostenreduzierung waren Serien-Bremspumpen und Orginal-Bremszangen vorgeschrieben, Bremsscheiben und Beläge waren aber frei, und so machte sich der schwäbische Tüftler daran im Detail zu forschen (um so das Team immer eine Nasenlänge vorne zu haben), und eben so sind dann solche Versuche entstanden die wiederum auch manchmal dazu dienten die Fahrbarkeit und das Bewegen am Grenzbereich zu erleichtern und damit über eine Renndistanz einen Vorteil zu bringen und das Sturzrisiko zu verringern!

Ihr seht es sind manchmal Details – oder habt geglaubt dass Rad muss neu erfunden werden?

Ich möchte mich bei all meinen Sponsoren, Gönnern und Helfern bedanken!

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und den anderen die auch Ihren Teil dazu beitragen, dass ich so früh so erfolgreich fahren kann (Eltern, Onkels, Clubs, Trainingsgelegenheiten usw. usw.)

Es grüsst euch der Marc-Reiner Schmidt,
13 Jahre aus Friedrichshafen am Bodensee /D.

#4 FMS Schweizer Meisterschaft, Kat. Youngster-250ccm.

Link zur Rennserie:
<www.supermoto.ch>

Link zum Schweizer Dachverband:
<www.swissmoto.org>

Rennbericht von supermoto.ch
<hier>

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