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Rennberichte // Bilder // 2009 - CH - FMS - Biere (VD)
Hallo (Racing)Fans,
erstmalig wurde auf dem Waffenplatz / Militärgelände in Biere (ca. 15 km neben der Autobahn Lausanne – Genf) ein Supermoto (oder wie unsere französich sprechenden Freunde sagen 'Supermotard') – Rennen ausgetragen, also für alle eine neue Strecke! Das Organisationsteam rund um Fam. Cuche hatte auch schon in der Vergangenheit solche Events gestaltet und wir waren gespannt, was uns erwartet...
Am späten Freitagabend kamen wir beim Einbruch der Dunkelheit an und ich wollte mir die Strecke ansehen, gleich konnte ich erkennen, dass einige Dinge 'anders' waren wie sonst, z.B. waren einige wichtige Kurven rechtsherum, der Offroad hatte keine Sprünge aber trotzdem eine selektive Streckenführung mit Auf- und Abfahrten, usw. usw....
Samstag (30. Mai 2009):
Wie immer, konzentrierte ich in den ersten Trainings darauf, die Strecke zu verinnerlichen und die Parameter, die wir am Wochenende verändern können, bestmöglich anzupassen.
Für das Zeittraining fühlte ich mich gut, denn ich habe seit voriger Woche ein Powerplus (nach dem Protest von St. Wendel im Rahmen der IDM in St. Wendel, denn wir natürlich abgewehrt haben, war der Motor eh schon auf und warum nicht gleich ein wenig Hand anlegen – Natürlich alles zu meiner vollsten Zufriedenheit im von Sigi Zachmann erledigt!) - auf dieser schnellen Strecke helfen die 'Extrapferdchen' sicher...
Zu Beginn war ich längere Zeit auf Rang 2, fiel dann aber, während ich in der Box war, auf Position 4 zurück – also nochmals raus und ein bisschen mehr, aber noch nicht alles zeigen. Es hat nicht nur für die erste Reihe gereicht sondern für die Pole-Position (Startplatz 1). Na also, geht doch!
Zweite Veranstaltung, zweites mal Trainingsbestzeit, es läuft...!
Neben der #4 Zachmann-Suzuki darf sich dieses mal Roman PETER (#79, Yamaha , Team Brun) aufstellen, dann #20 Steve FREIDINGER (KTM), komplettiert wird die erste Reihe von #5 Julian MEIER (Moto Mäder-KTM), in Reihe zwei: #66 Michael KUNZ (Husqvarna), #88 Geatan ROBINOT (DSR-Suzuki), #26 Damiano SCHERA (Husqvarna), usw. usw.
Klick <hier> um die gesamte Liste Zeittraining / Essais Chrono Youngster zu sehen.
Für Sonntag (31.05.2009) früh im Wurm-Up änderte ich die Übersetzung, um auszutesten, ob ich mit einem anderen Schaltzyklus noch besser zurecht kommen kann, oder ob ich auf meine bisherige Art, Vorteile verbuchen kann und kam zu folgender Erkenntnis: auf die Runde gleich schnell aber einmal in einem Streckenabschnitt einen Vorteil, das andere mal in anderen Streckenabschnitt, nicht wirklich spannend ich weiss, aber Ihr sollt ja auch sehen, dass RACING aus mehr besteht wie nur am Gasgriff drehen!!!
Rennlauf 1: Am Start habe ich mich zurückgehalten, denn ich wusste, wenn es darauf ankommt, kann ich nachlegen! Trotzdem konnte ich als zweiter (hinter Steve, #20) einreihen, am Kurvenausgang (Kurve 1) kam Steve in Schwierigkeiten und musste etwas 'aufmachen' – ich musste geradezu einfach durch und habe so schon vor Kurve 2 die Führung übernommen. Verfolgt wurde ich von dem sensationell aus der zweiten Reihe gestarteten #88 Geatan ROBINOT (wisst ihr noch was ich übers starten, Durchzug, Getriebe – in meinem Rennbericht von Freiburg 2009 geschrieben habe?) auch auf einer Suzuki, dahinter Roman PETER und dann Steve FREIDINGER. Ich konnte mich gleich absetzen und bin auf meinem Tempo gefahren, aber wieder mal ging es hinter mir rund: In Runde 2 ist Ende der zweiten Kurve #88 Geatan bei hohem Tempo übel abgeflogen – aber wenigstens ist nix Ernstes passiert. Roman und Steve duellierten sich über einige Runden bis das Vorderrad der #79-Yamaha in der Schikane vor Start und Ziel weggerutscht ist und damit auf Position 14 in Runde 6 zurückgefallen ist, damit war Steve wieder alleiniger Verfolger vor #34 Simon Gosso (Yamaha, Team Gosso) der allerdings quasi auf dem Zielstrich noch von #7 Marcel BAUMGARTNER um 0,1 sec. abgefangen wurde. Platz 5 nahm #5 Julian Meier ein, P6: #66 Michael Kunz, P7: #26 Damiano Schera (Sacorino) der erst für dieses Jahr ins Supermotolager gewechselt ist, P8: #40 Marius EGGER (Kawasaki), P9: #8 Mario GLOGGNER, P10: #24 Philip STOCKER...
Für die vollst. Wertung Rennlauf 1 (Biere) bitte <hier> klicken.
Falls Ihr den Video angeschaut habt: Isst euch an meinem Start was aufgefallen? (Dazu später mehr).
Habt Ihr gesehen wie schnell die Streckenposten in Runde 2 (oder 3) eingangs zweiter Kurve die gelbe Flagge (wegen des Sturzes von Geatan am Kurvenende) gezeigt haben, vorbildliche Arbeit!
Zurück zu dem Renngeschehen: Am Start zum zweiten Lauf habe ich bewusst wieder etwas verzögert abgefahren – dies soll jetzt nicht arrogant klingen – aber wenn ich nach dem Start unter den ersten Fünf bin, kann ich meiner Meinung nach auf jeden Fall aufs Podium und mit etwas Glück auch nach ganz oben fahren – falls mir aber ein Jump-Start (Fehlstart bzw. Frühstart) passieren würde, bekäme ich eine Zurückversetzung in der Wertung ('Penalty') um 5 Plätze und dies würde dann von vorn herein gar keine bessere Wertung als Rang 6 ermöglichen (Laufsieg vorausgesetzt!). Das ist der Grund warum ich immer ein klein wenig mit der Abfahrt warte! Hättet Ihr gedacht, dass ich so bedacht an die Sache herangehe?
Diesen Start jedenfalls konnte der sympathische 20 jährige #79 Roman PETER (Sempach Station, Kanton Luzern) auf seiner Brun-Yamaha für sich entscheiden, ich bog als Zweiter ums erste Eck (trotz der 'Gedenkzeit'), war aber auf der Aussenspur und hatte keine Lust, mich in eine Position zu begeben wo ich abgedrängt werden kann: also griff ich ausgangs Kurve 1 Roman an! Dank meines drehmoment-starken Suzuki-Motors und der exzellenten Traktion meines durch (schaut unten was ich meine) überarbeiteten Fahrwerk konnte ich genug Schwung aufbauen, um aussen herum vorbeizugehen - ich habe nach dem Hochschalten mein Vorderrad leicht angehoben und bin am Asphaltende etwas 'übers Loch' und 'Lose' gefahren und so einfach aussen herum vorbeigepowert. So hatte ich schon ab Kurve 2 die Führung inne! Ich konnte mich gleich ein wenig absetzen und so 'mein Ding' durchziehen, von der Box aus wurde mir der Abstand angezeigt, ich war verblüfft dass ich trotz 'ruhiger Fahrweise' den Abstand vergrössern konnte, offensichtlich wurde um Platz 2 hart gekämpft, und so war es auch!
#79 Roman PETER und #88 Geatan ROBINOT waren sich nicht einig, wer den der Verfolger von #4 sein soll, letztendlich setzte sich #88 Geatan ROBINOT der noch 16 – aber bald 17 jährige Franzose durch – und sicherte damit Suzuki einen Doppel-Laufsieg (sicherlich nicht den Letzten)! #79 Roman PETER belegte Rang drei, Pl. 4: #7 Marcel BAUMGARTNER (DP-KTM), Pl. 5: #40 Marius 'Mary' EGGER (Zweiradsport-Elgg-Kawasaki), Pl. 6: #5 Julian MEIER (Moto-Mäder-KTM), Pl. 7: #66 Michael Kunz (SBK-Husqvarna) usw. usw.
Klicke <hier> für die vollst. Wertung Rennlauf 2 Biere.
Für mich bedeutet Punktemaximum den Ausbau der Führung zur Schweizer Meisterschaft – aber dazu schreibe ich in einer Woche etwas, den am 06. + 07. Juni 2009 ist bereits Veranstaltung 3 in Hoch-Ybrig.
Fazit: Freiburg war keine Eintagsfliege, sondern unser Paket inkl. mir ist Siegesfähig!
Sonst noch: Wie immer wollen wir euch auch auch ein paar techn. Details aufzeigen und dies auch mit Fakten belegen, beim Rennbericht von Freiburg ging es um Motor (bzw. Drehmoment) und Getriebe, dieses mal wollen wir euch etwas übers Fahrwerk erklären, denn das ist mindestens genau so wichtig und bei den grösseren Klassen (über 250 ccm) vielleicht sogar noch wichtiger! Schreiben können wir natürlich viel – aber genau aus diesem Grund haben wir auch gleich ein zusätzliches Video eingefügt, dass Ihr seht diese Aussagen sind beweisbar!
Warum glaubt Ihr kann ich teilweise so locker und das auch über mehrere Runden einfach schneller fahren als meine Mitstreiter? Eines meiner 'Geheimnisse' liegt am Fahrwerksumbau! Nachdem wir unsere Supermoto Räder in ein Fahrgestell (Suzuki RMZ 250) gesteckt haben, wurde nicht einfach darauf los gebastelt, sondern erstmal alles ausgemessen (Lenkkopfwinkel, Nachlauf, Schwingenwinkel, Kraftwinkel, Versatz und noch zig andere Parameter) und dann wurde ein Konzept festgelegt, welche Werte auf welchem Weg erreicht werden sollen. Nachdem die Geometrie meiner 2009'er Rennmaschine eingestellt / hergestellt war, ging es an die Dämpfung! Wie Ihr sicher wisst ist eine RM-Z eigentlich für Moto-Cross ausgelegt und dafür als Siegermaschine bekannt, aber im Supermoto wirken andere Kräfte und vor allem der Einsatz von Rennbereifung (z.B. Slicks) machen Änderungen notwendig, hierzu eine vereinfachte Erklärung: Im Moto-Cross wirken teilweise noch grössere Kräfte auf das Fahrwerk ein – diese Kräfte sind dann aber für gewöhnlich immer ziemlich direkt im rechten Winkel zur Radachse (und mittig) z.B. im Anlieger, im Supermoto wird hingegen mit Strassen- (Renn)-bereifung gefahren, Schräglagen von 45 Grad auf ebenem Grund ('ohne Anlieger') sind keine Seltenheit – und wenn Ihr euch jetzt bildlich vorstellt, wie unter diesen Umständen die Kräfte in dass Fahrwerk eingeleitet werden versteht Ihr sicher dass hierfür andere Abstimmungen erforderlich sind. Aber das Fahrwerk muss dann auch noch im Offroad richtig arbeiten und nicht nur das: Ihr braucht auch dann noch noch Vorschub wenn eure Reifen verschmutz sind, soll es ja noch vorwärts gehen und nicht einfach nur wild durchdrehen...
Jetzt kommt wieder mal Sigi Zachmann und sein bewährtes Team ins Spiel: Im Motoshop in CH- 8253 Diessenhofen (Kanton Thurgau, von Deutschland aus betrachtet nahe Singen) überlässt nichts dem Zufall: wenn ein Fahrer im Stande ist eine Rückmeldung zu liefern, kann sich jeder Fahrer hier sein Fahrwerk auf den Leib schneidern lassen, denn hier wird 'wissenschaftlich gearbeitet' und nicht unkoordiniert darauf los probiert! Aus diesem Grund war ' einer der ersten die für Stossdämpfer und für Gabeln einen Prüfstand hatte und heute wohl zu einer der am modernsten ausgestatteten Werkstätten Europas gehört. Wieder kleines Beispiel gefällig? Bei einem Stossdämpfer (oder Federgabel) wird nicht nur einfach die Dämpfungskraft gemessen, sondern zwischenzeitlich wird dies bei unterschiedlichen Ein- und Ausfedergeschwindigkeiten simuliert und gemessen, ausserdem wird dank modernster Technik die Progressionskennlinie der Umlenkung mit einbezogen und so praxisnah gerechnet, simuliert und analysiert und im Anschluss daran verbessert und ggf. individuell angepasst, falls erforderlich.
Wer jetzt denkt, dieses High Tech wäre zu teuer für Ihn – der sollte mal lieber auf die Homepage vom gehen und dann weiter mit 'Fahrwerk' – wer dort stöbbert findet für viele Fälle schon Preise und damit ist dann schnell klar, dass diese Art von Tuning auf jeden Fall bezahlbarer ist als manches nicht verwertbares PS (mangels Traktion) und nicht nur dass: es bringt Sicherheit: geringere Sturzgefahr im Rennsport, mehr Reserve für Gelegenheitsfahrer und Geschwindigkeitszugewinn für alle, ausserdem halten die Reifen wesentlich länger (Laufleistung) bei einem guten Fahrwerk! Denkt mal bitte darüber nach.
Zum Video (2. Lauf Biere): Ihr seht mich (#4, Suzuki) beim Übergang von Strasse in den kleinen Offroad und dann wieder auf die Strasse, schaut mal wie ich da Meter machen kann – und Ihr könntet das auch, wenn Ihr auf das richtige Paket setzen würdet!
Habt weiterhin viel Spass, schaut regelmässig auf unsere Homepage, denn da werden auch mal echte Informationen preisgegeben, ausserdem im Eventkalender wichtige Events vorangekündigt, bitte berücksichtigt das. Desweiteren würde ich mich sehr freuen, wenn Ihr mich bei den Rennen anfeuert, es grüsst euch 'der Marc-Reiner Schmidt' (13 Jahre, Fridrichshafen am Bodensee /D).
#4 Klasse Youngster FMS Schweizer Supermoto Meisterschaft
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